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Die Christliche Arbeiterjugend ist eine internationale von Joseph Cardijn gegründete Jugendbewegung. Die CAJ Deutschland e.V. ist Mitgliedsverband im BDKJ und unabhäniger Jugendverband der KAB.
  1. bagBildung2Die Bundesaktionsgruppe Bildung hat sich vom 13.-15. Juli in Hannover zu ihrem zweiten Treffen zusammen gefunden. 

    Nachdem wir verschiedene Bildungssysteme nach klaren Rastern miteinander verglichen haben, haben wir uns die oben genannten Fragen beim letzten Wochenende der BAG Bildung gestellt. Wichtig dabei war es die Grenzen der aktuellen Bildungssysteme aus den Kopf zu schieben und neu zu denken. So gibt es in unserem perfekten Schulsystem keine Klassen im herkömmlichen Sinne, sondern spezifizierte Lernräume in denen Schüler*innen altersunabhängig ihrem Wissensstand angepasst Wissen erlernen können. Dieses wird unterstützt von professionellen und regelmäßig fortgebildeten Lehrpersonal, weitere pädagogische Mitarbeiter*innen und von Mitschüler*innen, die den Lehrstoff schon beherrschen. Die eigenen Lernfortschritte werden von und mit jedem*r Schüler*in individuell reflektiert und neue Lernziele gesetzt. Damit wird der*die Schüler*in als Experte seines Lebens und als selbstverantwortliche Person in den Mittelpunkt gestellt.

    Auch unsere Ziele und Meilensteine in der BAG Bildung haben wir nochmal in den Fokus genommen und uns damit einen guten Rahmenplan für die weitere Zusammenarbeit gesteckt.

    Die Bundesaktionsgruppe lebt von der Vielfalt der erlebten Bildungsgeschichten, also sei beim nächsten Mal dabei, vom 07.-09.12. in Erfurt!

    Wir freuen uns auf Euch
    Eure BAG Bildung

    Text: Anna-Lena Vering

  2. IMG 20180630 WA0003Vom 29.6.-1.7. hat sich die BAG Weltnah in Braunschweig getroffen. Die 11 Teilnehmer*innen haben sich insbesondere mit dem Thema "Ankommen" auseinandergesetzt.

    Dabei haben wir unsere Lebensrealitäten in einer Rolwa betrachtet und uns überlegt, wo wir das Gefühl haben, angekommen zu sein und wer oder was uns dabei unterstützt, bzw. gehemmt hat. Außerdem haben wir uns mit der Ausstellung „Eine*r von Uns“ beschäftigt und die Stadt bei schönstem Wetter und guter Laune erkundet.

    20180701 110922Am Samstagnachmittag stieg die Spannung: Josef, der aktuelle Sprecher der BAG, hat bereits beim letzten Treffen bekannt gegeben, dass er sein Amt abgeben wird. Es stand also eine Wahl an. Da in einer ersten Wahlrunde kein*e eindeutige*r Gewinner*in zwischen den drei Kandidat*innen ermittelt werden konnte, wurde ein zweiter Durchgang gestartet. Die Entscheidung war erneut knapp, doch schließlich durften wir Nagirou (links im Bild) aus dem DV Hamburg zur Wahl gratulieren! Er wird künftig mit Melanie (Mitte) gemeinsam die Gruppe begleiten. Wir danken Josef (rechts im Bild) von Herzen für sein langjähriges Engagement und freuen uns, dass er uns weiterhin als Teilnehmer der Gruppe erhalten bleibt.

    Wir alle freuen uns schon sehr auf das nächste Weltnah-Wochenende, das vom 19.-21. Oktober in Hamburg stattfindet.

    Bericht: Lisa Holbein

  3. Die diesjährigen Kar- und Ostertage haben CAJler*innen aus allen Himmelsrichtungen in Frankfurt verbracht und der Dynamik von Kreuz und Auferstehung nachgespürt.

    In besonderer Erinnerung wird uns der Kreuzweg bleiben. Gemeinsam mit den missionsärztlichen Schwestern gingen wir durch das Bahnhofsviertel, wo Armut und Reichtum aufeinanderprallen. Auf der einen Seite die Sicht auf die Banken-Skyline, sahen wir auf der anderen Seite, unweit entfernt von uns, einen Druck-Raum für Drogenabhängige. Dort den Kreuzweg zu beten, verband uns intensiv mit dem Karfreitagsgeschehen. Wir reflektierten, wo uns diese Gegensätze in unserem Leben begegnen, und fanden gemeinsame Handlungsmöglichkeiten mit einer ROLWA (Sehen, Urteilen, Handeln).

    Für den Samstag nahmen wir uns viel Zeit für Exerzitien auf der Straße, bevor wir wieder von den missionsärztlichen Schwestern für die Osternacht empfangen wurden. Bis spät in die Nacht feierten wir die Auferstehung und mit ihr die Hoffnung, die wir trotz des Leids in die Welt tragen werden.

    Wachsam für das Leiden, und hoffnungsvoll mit dem Auferstandenen unterwegs – so wollen wir in die österliche Zeit gehen.

    Wir wünschen euch frohe, gesegnete Ostern!

    Ostern 2018

  4. Aus ganz Deutschland reisten die CAJler am Freitagabend in Passau an. Den weitesten Weg legten wohl die Delegierten aus der Diözese Osnabrück zurück, die über neun Stunden unterwegs waren. Denn in diesem Jahr fand der Leitungsrat - das höchste beschlussfassende Gremium der CAJ Deutschland - in der Dreiflüssestadt Passau statt. Gastgebender Verband war in diesem Jahr der CAJ Diözesanverband Passau. Für die Passauer CAJler*innen war es ein besonders Ereignis, den Leitungsrat ausrichten zu dürfen, der damit zum ersten Mal in der Geschichte der CAJ Deutschland in Passau tagte. Da traf es sich gut, dass der Jugendbischof Dr. Stefan Oster SDB auch gleichzeitig Bischof von Passau ist. Er feierte am Samstagabend gemeinsam mit den CAJler*innen Gottesdienst und nahm sich beim anschließenden Essen Zeit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

    Beim Leitungsrat der CAJ Deutschland legen die Delegierten den Kurs für das nächste Jahr fest. Bundessekretär Rafael Kandziora, Bundesvorsitzende Andrea Karl, der Geistliche Leiter Christoph Holbein und die Bundeskoordinatorin Nord-Ost Angelique Lindner legten Rechenschaft über die Aktivitäten, Veranstaltungen und die Finanzen des vergangenen Jahres ab. Der Geistliche Begleiter Christoph Holbein wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Neu gewählt wurde Carolin Moch aus der Diözese Freiburg zur Bundeskoordinatorin Süd-West. Aus der Diözese Passau wurde Sebastian Beyer in den Wahlausschuss gewählt. Moderiert wurde der Leitungsrat von dem Passauer Simon Fischer. Dieser war sechs Jahre CAJ-Diözesanleiter in Passau, Delegierter auf dem Leitungsrat und ist somit sehr erfahren auf Bundesebene.

    Den Anträgen zur Fortführung der Praktiker Netzspinner, Geschichtsliederbuch und Weltnah wurde einstimmig zugestimmt. Ein Praktiker ist eine Arbeitsgruppe, in der sich CAJler*innen aus verschiedenen Diözesen zusammenschließen, um sich einer spezifischen Aufgabe anzunehmen. Der Praktiker Weltnah pflegt intensive Beziehungen zu den CAJler*innen in anderen Ländern. Der Praktiker Netzspinner überarbeitet gerade die Homepage und der Praktiker Geschichtsliederbuch hat zum Leitungsrat bereits die vorläufige Version des Geschichtsliederbuches mitgebracht. Sprecherin Jasmin Klein (Diözese Augsburg) bat die CAJler*innen diese mit nach Hause zu nehmen und ihr Verbesserungsvorschläge mitzuteilen, damit dieses baldmöglichst in Druck gehen kann.

    Ebenfalls fortgeführt wird die Aktion „fair statt prekär“. Dazu wurde bereits ein Positionspapier veröffentlicht, in der sich die CAJler*innen argumentativ mit prekären Arbeitssituationen auseinandersetzten. Der Praktiker möchte dabei nach dem CAJ-Motto „Sehen - Urteilen - Handeln“ vorgehen, das bereits der CAJ-Gründer Joseph Cardijn geprägt hat. „Damit ist der Sehen-Prozess abgeschlossen“, sagte Bundessekretär Rafael Kandziora. Im nächsten Schritt wird ein Aktionsplan mit Verbesserungsvorschlägen erarbeitet, um anschließend Aktionen und Veranstaltungen planen zu können, mit denen sich die CAJ in der Öffentlichkeit Gehör verschaffen will, um auf die prekären Arbeitsbedingungen vieler Menschen aufmerksam zu machen.

    Kontrovers diskutiert wurde die Einführung des neuen Praktikers Bildung. Da die Bildungspolitik im Kompetenzbereich der Bundesländer liegt, gibt es viele Unterschiede, wodurch Schüler in unterschiedlichen Bundesländern oft ungleich behandelt werden. „Auf diesem Feld tut sich gerade einiges“, sagte Marta Mainka, Lehrerin und Delegierte der Diözese Hamburg. Sie sprach die Kultusministerkonferenz an, auf der sich die Bundesländer zunehmend zu gleichen Standards verständigen. Die Delegierten der Diözesen Osnabrück und Paderborn wollen diesen Prozess unterstützten und stellten den Antrag zur Einrichtung des Praktikers. Sie wollen eine einheitliche Position für die CAJ Deutschland erarbeiten und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Dem Antrag zur Einrichtung dieses Praktikers wurde zugestimmt, wobei sich die Delegierten aus Passau und Essen enthielten. Ihnen war die Zielsetzung des Praktikers noch nicht konkret genug.

    Bischof Stefan Oster feierte Gottesdienst mit CAJler*innen aus ganz Deutschland

    Umringt von Arbeiterrosen (roten Nelken) und Teelichtern, die in der ganzen Kapelle verteilt waren, zog Bischof Stefan Oster gemeinsam mit dem Passauer CAJ-Kaplan Benedikt Oswald dort ein. Es war ein besonderer Gottesdienst für die CAJler*innen, denn Bischof Stefan Oster ist nicht nur der Bischof der gastgebenden Diözese, sondern auch Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenz. Zu Beginn trugen die CAJler*innen die Geschichte von Christiane aus Bolivien vor, die durch viele Schicksalsschläge den Boden unter den Füßen verlor. Bischof Stefan Oster griff diese Geschichte immer wieder auf und schilderte ähnliche Erfahrungen von Menschen, die mit ihren Sorgen zu ihm gekommen waren. Für die CAJler*innen solle Jesus der Boden sein, der ihnen Halt gibt. Die CAJ als christlicher Jugendverband und als Gemeinschaft gebe Jugendlichen Halt in schwierigen Lebensphasen. „Denn der Boden, auf dem ihr CAJler steht, ist Jesus. Und diese Basis kann euch niemand nehmen“, sagte Bischof Oster in seiner Predigt. Anschließend nahm sich der Bischof bei einem gemeinsamen Essen noch Zeit, um sich mit den CAJler*innen aus ganz Deutschland auszutauschen. Er interessierte sich sehr für die vielen Aktionen der CAJ auf Bundesebene und in der Diözese Passau.

    Text: Andrea Neumeier
    Bilder: Andrea Neumeier/CAJ

  5. Rothenfels/Essen. Vom 22.-24.09.2017 hat der CAJ Deutschland e.V. gemeinsam mit rund 120 Gästen sein siebzigjähriges Jubiläum auf Burg Rothenfels in der Diözese Würzburg gefeiert. Ganz nach dem Motto „Sehen – Urteilen – Handeln – Feiern“ fand ein Festwochenende statt, bei dem eine ausgiebige Geburtstagsparty natürlich ebenso wenig fehlen durfte wie die Auseinandersetzung mit aktuellen Inhalten und Themen ausgehend von den Lebensrealitäten der CAJler*innen und dem gleichermaßen intensiven wie anregenden Austausch mit Ehemaligen.

    06 Im Plenum wird gemeinsam gesungen

    Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung durch das überwiegend ehrenamtliche Team kam das Wochenende Ende September dann doch ganz schnell und die Burg Rothenfels im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart wurde zum Festort des großen Jubiläums des CAJ Bundesverbandes. Aus ganz Deutschland hatten sich CAJler*innen aller Generationen sowie Gäste aus der KAB (Maria Etl und Andreas Luttmer-Bensmann), dem BDKJ (Lisi Maier) und der Internationalen CAJ ( Sarah Prenger und Andy Predicala) angekündigt und eingefunden um gemeinsam 70 Jahre CAJ hierzulande zu feiern.

    Unter der Moderation von Seiten des Bundesvorstandes, der Vorbereitung durch die Steuerungsgruppe und der Unterstützung des Orgateams vor Ort konnte so ein buntes und vielfältiges Programm starten. Da gab es den Austausch darüber, was heute in der CAJ überall so geht und was unsere Stärken sind genauso wie die anregenden Geschichten und Erlebnisse Ehemaliger in und mit der Christlichen Arbeiterjugend, welche beim gemeinsamen Geburtstagskaffeeklatsch erzählt wurden. In verschiedenen Workshops konnten etwa portable Bannerstangen gebaut, das lebendige Evangelium und die Methode ROLWA (Reflection of Life and Workers Action) praktiziert oder aber über das aktuelle Schwerpunktthema „Fair statt prekär“ diskutiert werden. Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Singen von CAJ-Liedern. Nach einem lebhaften Gottesdienst mit Weih- und Kontaktbischof Florian Wörner ging es am Abend beim Festakt mit Grußworten, Action, Band und DJ rund – nicht umsonst fand sich hinter dem klassischen Dreischritt der CAJ noch das Feiern wieder.

    Sehen – Urteilen – Handeln – Feiern hat es aber nicht allein deswegen zum Motto der Veranstaltung geschafft. Sehen – Urteilen – Handeln (– Feiern) entspricht vielmehr dem, was die CAJ in Deutschland bereits seit siebzig Jahren ist: Eine Bewegung junger Menschen, die gemeinsam immer wieder vom Leben ausgehend genau diese Methode anwenden und so in einer stetigen, tiefen Reflexion zusammen in Aktion treten, um für die Anliegen (junger) Arbeitnehmer*innen einzutreten und die Gesellschaft dadurch zu verändern. Welche Relevanz diese Themen haben wurde durch die zahlreichen Grußworte im Begleitheft der Veranstaltung deutlich. Und deshalb ist nach siebzig Jahren für die CAJ Deutschland noch lange nicht Schluss, denn die CAJler*innen blicken nach diesem Festwochenende motiviert und engagiert in die Zukunft. 

    (Foto: André Gansfort/CAJ)

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